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Sei Teil der Berge – aber bitte naturverträglich

Immer mehr Outdoor-Begeisterte sind in den Alpen auch außerhalb der Skigebiete unterwegs. Der starke Trend zum Skitourengehen, Freeriden und auch Schneeschuhwandern hat in den letzten Jahren den Druck auf Schutzgebiete und andere sensible Räume stark erhöht – und damit auch auf die alpine Tier- und Pflanzenwelt.

Im zugehörigen Video unterstützt Skibergsteiger Toni Palzer gemeinsam mit anderen Bergsportlern die Kampagne.

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Vogelfütterung: Das Für und Wider

Unter Vogelfreunden wird kaum ein Thema so kontrovers diskutiert wie die Fütterung von Wildvögeln. Viele plädieren für’s Füttern, damit kein Vogel den Hungertod erleide. Andere wiederum sehen darin keinerlei Sinn und lehnen jede Form der Fütterung ab…mehr Infos hier: Vogelfütterung, das Für und Wider

Wer dennoch füttern will -hier gibt es Infos für die winterliche Snackbar:

winterliche snackbar

Quelle: NABU

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Internationaler Tag der Berge am 11.Dezember 2017

Alpine Raumordnung auf dem Prüfstand – Der Alpenplan wird geändert

Vielleicht könnt ihr Euch erinnern. Im März habe ich ein Statement der Sektion gegen de Bau der Skischaukel am Riederberger Horn veröffentlicht. https://www.dav-wiesbaden.info/?s=Riederberger+Horn  

Gegen den Protest von Vielen hat der Bayerische Landtag am 09.11.2017 die Änderung des Alpenplans beschlossen. Künftig soll dieser seit 45 Jahren unverändert wirksame Garant für die Bewahrung des Alpenraums wirtschaftlichen Interessen geopfert werden. Grund für die Änderung ist die oben erwähnte geplante Skischaukel am 1787 Meter hohen Riedberger Horn in den Allgäuer Alpen.

Für ein einzelnes Projekt soll der im gesamten bayerischen Alpenraum wirksame Alpenplan an entscheidender Stelle geschwächt werden. Damit schafft die Staatsregierung einen Präzedenzfall, der Tür und Tor öffnet für Erschließungsvorhaben in weiteren sensiblen und höchst schutzwürdigen Bereichen der Bayerischen Alpen. Weitere Informationen zum Alpenplan gibt es hier: Infos zum Alpenplan

Viele prominente Bergfreunde haben sich zu der Entscheidung geäußert. Unter anderem Alexander Huber. Er sagt:

„Der Alpenplan wurde zum Schutz der Natur des Alpenraumes ausgehandelt und entwickelt. Jedwede Abänderung würde den gesamten Plan wieder zur Disposition stellen. Deswegen ist der Alpenplan nicht verhandelbar!“

(Foto: Archiv Huber)

Die Statements findet ihr hier: Statements

Und auch die CIPRA hat anlässlich des internationalen Tag der Berge am 11. Dezember eine Resolution zu diesem verabschiedet. Den Text dazu findet ihr hier: Cipra Resolution

Aber wir müssen gar nicht so weit schauen. Auch sonst wird überall gebaut, was das Zeug hält. Rund 60 Hektar täglich (!) werden aktuell in Deutschland als Siedlungs- und Verkehrsfläche verplant und verbaut. Immerhin gibt es einen kleinen Lichtblick: Der Trend ist rückläufig. (UBA-Flächenverbrauch)

Frohe Weihnachten!

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Bild: Race for Water/Peter Charaf

„Lecker“ Plastik!

Wenn nichts unternommen wird, würde es im Jahr 2050 mehr Plastik in den Weltmeeren geben als Fische. Diese Diagnose stellt Race for Water (http://www.raceforwater.com/) nach der Rückkehr von ihrer Expedition.

Die Die Verschmutzung durch Plastik stellt nicht nur ein visuelles Problem dar, sondern verseucht auch die Nahrungskette. Die Fischer auf den Inseln finden Plastik in den Fischen vor, die sie konsumieren.

Der UN-Generalsekretär Antonio Guterres sagte unter Berufung auf einen Bericht des Weltwirtschaftsforums 2016, bis zum Jahr 2025 werde erwartet, dass die Ozeane auf drei Tonnen Fisch eine Tonne Plastik beherbergten. […]

Der Präsident der UN-Generalversammlung, Peter Thomson aus Fidschi, sagte, die «Plage des Plastiks» schade der Natur auf vielen tragischen Wegen. «Es ist nicht zu entschuldigen, dass die Menschheit in jeder Minute eines Tages einen großen Laster Plastik in den Ozean kippt». Thomson warnte zudem, dass illegale und zerstörerische Fischerei sowie deren Subvention die Fischbestände weltweit zum Zusammenbruch trieben. Durch schädliche Treibhausgasemissionen stiegen die Temperaturen, der Meeresspiegel werde erhöht – und führe zu einer Gefahr für das Leben im Wasser.

https://www.bluewin.ch/de/news/vermischtes/2017/6/6/un-ozean-konferenz-eroeffnet–weltmeere–bedroht-wie-nie-zuvor-.html

https://www.bluewin.ch/de/leben/nachhaltigkeitsblog/2016/16-03/race-for-water-macht-eine-alarmierende-feststellung-und-schreite/race-for-water-macht-eine-alarmierende-feststellung-und-schreite.html

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Was hat Salz mit dem Klimawandel zu tun?

Die steigende Temperatur der Erdatmosphäre erwärmt die Ozeane und lässt Gletscher und Eisschilde abschmelzen. Warmes Wasser braucht mehr Platz als kaltes und dehnt sich aus. Dies führt zusammen mit dem zusätzlichen Wassereintrag durch das schmelzende Inlandeis zum Anstieg des Meeresspiegels. Der steigende Meeresspiegel und stärkere Küstenüberflutungen betreffen viele Küstengebiete, Flussdeltas, kleine Inselstaaten und tiefliegende Regionen.

Der Meeresspiegel stieg zwischen 1901 und 2010 durchschnittlich um 1,7 mm pro Jahr, das sind 19 cm. Der Anstieg beschleunigte sich allerdings im Laufe des Jahrhunderts und lag zwischen 1993 und 2010 bereits bei 3,2 mm pro Jahr!

Durch die häufigeren Überflutungen durch Stürme und den Anstieg des Meeresspiegels sickert salziges Meerwasser zudem in das küstennahe Grundwasser und bedroht wertvolle Trinkwasserressourcen und die Landwirtschaft.

[Quelle: Germanwatch e.V., Broschüre Klima? Wandel. Wissen! – Neues aus der Klimawissenschaft, Oktober 2014]