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Pressemeldung des RP Darmstadt! (03. und 09.07.2018)

Keine Wasserentnahme aus den Bächen – Bäche leiden unter der Trockenheit

Aufgrund der langanhaltenden Trockenheit kommt es zu einer immer kritischer werdenden Wasserführung in den Bächen des Main-Taunus-Kreises, Wiesbaden, Rheingau-Taunus-Kreis und des Hochtaunuskreises.

Das Regierungspräsidium Darmstadt, Abteilung Arbeitsschutz und Umwelt Wiesbaden, sowie die zuständigen unteren Wasserbehörden weisen darauf hin, dass das normalerweise zulassungsfreie Entnehmen von Wasser aus den Bächen des Main-Taunus-Kreis, dem östlichen Vordertaunus, Wiesbaden und Rheingau, der Aar und der Weil und deren Seitengewässern ab sofort und bis auf weiteres unzulässig ist.

Die Hessische Landesanstalt für Umwelt, Naturschutz und Geologie(HLNUG) informiert auf ihrer Homepage, dass seit Februar 2018 mit insgesamt 212 mm nur zwei Drittel der für diesen Zeitraum normalerweise zu erwartenden Niederschläge (316 mm) fielen. Insbesondere im Juni regnete es mit im Mittel 33 mm weniger als halb so viel wie im langjährigen Mittel (69 mm). Infolge dessen fielen die Wasserstände in den Oberflächengewässern Hessens, die Durchflussmengen gingen zurück. Derzeit seien bereits an mehr als 30 Pegeln (von 120) Durchflüsse unterhalb des mittleren Niedrigwasserabflusses (MNQ) registriert.

Aktuelle Informationen zu Wasserständen, Durchflüssen und Niederschlägen sowie zur weiteren Entwicklung in den Gewässern können im Hochwasserportal Hessen http://www.hochwasser-hessen.de/hochwasserportal-hessen.html eingesehen werden. Informationen zum langjährigen Witterungsgeschehen finden sich in den Witterungsberichten auf den WEB-Seiten unter https://www.hlnug.de/?id=12735.

 

 

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Fruchtbare Wüsten

Theoretisch ist Energie aus Pflanzen umweltfreundlich. Doch Ackerfläche ist weltweit ebenso knapp wie kostbares Trinkwasser zur Bewässerung.

Ein Projekt in den Vereinigten Arabischen Emiraten könnte einen neuen Weg weisen. Mit Salzwasser und Sonnenenergie wird dort Flugzeugtreibstoff produziert -mitten in der Wüste.
Zuerst wird Meerwasser in Becken gepumpt, in denen Fische und Garnelen gezüchtet werden. Mit dem nährstoffreichen Abwasser können dann Felder bewässert werden auf den „Queller“ angebaut wird, ein Gewächs, das nur auf salzigen Böden gedeiht. Aus dem Öl der Quellersamen wird Biosprit gewonnen.

Auch Lebensmittel können so angebaut werden: In einer Anlage in der Wüste Südaustraliens, werden Tomaten gezogen, mit Wasser, das in einer solarbetriebenen Entsalzungsanlage aufbereitet wird. Kosten der Anlage: rund 170 Millionen Euro – ich finde: Geld kann man deutlich unvernünftiger ausgeben.

 

[Quelle: Bild und Text: Geo 10-2017]

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Sei Teil der Berge – aber bitte naturverträglich

Immer mehr Outdoor-Begeisterte sind in den Alpen auch außerhalb der Skigebiete unterwegs. Der starke Trend zum Skitourengehen, Freeriden und auch Schneeschuhwandern hat in den letzten Jahren den Druck auf Schutzgebiete und andere sensible Räume stark erhöht – und damit auch auf die alpine Tier- und Pflanzenwelt.

Im zugehörigen Video unterstützt Skibergsteiger Toni Palzer gemeinsam mit anderen Bergsportlern die Kampagne.

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Vogelfütterung: Das Für und Wider

Unter Vogelfreunden wird kaum ein Thema so kontrovers diskutiert wie die Fütterung von Wildvögeln. Viele plädieren für’s Füttern, damit kein Vogel den Hungertod erleide. Andere wiederum sehen darin keinerlei Sinn und lehnen jede Form der Fütterung ab…mehr Infos hier: Vogelfütterung, das Für und Wider

Wer dennoch füttern will -hier gibt es Infos für die winterliche Snackbar:

winterliche snackbar

Quelle: NABU

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Internationaler Tag der Berge am 11.Dezember 2017

Alpine Raumordnung auf dem Prüfstand – Der Alpenplan wird geändert

Vielleicht könnt ihr Euch erinnern. Im März habe ich ein Statement der Sektion gegen de Bau der Skischaukel am Riederberger Horn veröffentlicht. https://www.dav-wiesbaden.info/?s=Riederberger+Horn  

Gegen den Protest von Vielen hat der Bayerische Landtag am 09.11.2017 die Änderung des Alpenplans beschlossen. Künftig soll dieser seit 45 Jahren unverändert wirksame Garant für die Bewahrung des Alpenraums wirtschaftlichen Interessen geopfert werden. Grund für die Änderung ist die oben erwähnte geplante Skischaukel am 1787 Meter hohen Riedberger Horn in den Allgäuer Alpen.

Für ein einzelnes Projekt soll der im gesamten bayerischen Alpenraum wirksame Alpenplan an entscheidender Stelle geschwächt werden. Damit schafft die Staatsregierung einen Präzedenzfall, der Tür und Tor öffnet für Erschließungsvorhaben in weiteren sensiblen und höchst schutzwürdigen Bereichen der Bayerischen Alpen. Weitere Informationen zum Alpenplan gibt es hier: Infos zum Alpenplan

Viele prominente Bergfreunde haben sich zu der Entscheidung geäußert. Unter anderem Alexander Huber. Er sagt:

„Der Alpenplan wurde zum Schutz der Natur des Alpenraumes ausgehandelt und entwickelt. Jedwede Abänderung würde den gesamten Plan wieder zur Disposition stellen. Deswegen ist der Alpenplan nicht verhandelbar!“

(Foto: Archiv Huber)

Die Statements findet ihr hier: Statements

Und auch die CIPRA hat anlässlich des internationalen Tag der Berge am 11. Dezember eine Resolution zu diesem verabschiedet. Den Text dazu findet ihr hier: Cipra Resolution

Aber wir müssen gar nicht so weit schauen. Auch sonst wird überall gebaut, was das Zeug hält. Rund 60 Hektar täglich (!) werden aktuell in Deutschland als Siedlungs- und Verkehrsfläche verplant und verbaut. Immerhin gibt es einen kleinen Lichtblick: Der Trend ist rückläufig. (UBA-Flächenverbrauch)

Frohe Weihnachten!